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Die Sandbienen kommen vor allem in den nördlichen Kontinenten vor. In
Mitteleuropa gibt es etwa 150 verschiedene Arten von Sandbienen, wovon
etliche starke Spezialisierungen auf einzelne Pflanzen aufweisen. Sandbienen
sind wie viele Wildbienen von großer ökologischer Bedeutung für die
Bestäubung von Blüten. Die meisten einheimischen Arten sind nur im
Frühjahr aktiv. Sie lieben trockene und warme Biotope, als Nistplatz
benötigen sie oft freien Boden mit sandigen Stellen. In der Regel baut und
versorgt das Weibchen Ihre Nester alleine. Manche Arten bilden dabei
sogenannte Nestaggregationen, bei denen viele Nester derselben Art nahe
nebeneinander errichtet werden.
Merkmale Die Sandbienen sind etwa 10 Millimeter lang. Sie haben eine
schwarze, schwarz-rote oder selten metallisch glänzende Grundfarbe. Sie
sind oft pelzig behaart und tragen oft helle Haarbinden auf dem Hinterleib.
Man zählt die Sandbienen zu den beinsammelnden Bienenarten, weil sie den
Pollen mit einer Haarbürste an ihren Beinen einsammeln.
Entwicklung Nach der Paarung im zeitigen Frühjahr graben die Weibchen
einige Zentimeter tiefe Gänge in den Boden.In die Brutzellen werden Pollen
und Nektar als Nahrungsgrundlage für die Larven gelegt. Im späten Sommer
schlüpfen die erwachsenen Bienen, bleiben aber bis zum Frühjahr des
nächsten Jahres in der Brutzelle. Die Männchen schlüpfen oft etwas früher als
die Weibchen.